Erneut an der Weltspitze: KV Liedolsheim verteidigt den Weltpokal
Die erste Frauenmannschaft des KV Liedolsheim ist erneut Weltpokalsieger. Nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr gelang dem Team in Brčko die erfolgreiche Titelverteidigung. Als Deutscher Meister für den internationalen Wettbewerb qualifiziert, behauptete sich der KVL erneut gegen die Meistermannschaften der anderen Nationen. Nach Platz zwei in der Qualifikation folgten ein deutlich gewonnenes Halbfinale gegen KK Mlaka aus Rijeka und ein beeindruckend gedrehtes Finale gegen den tschechischen Meister KK Slavia Praha.
Als Zweiter der Qualifikation ins Halbfinale
Beim Weltpokal der Klubmannschaften treten die jeweiligen Landesmeister gegeneinander an. Der KV Liedolsheim belegte in der Qualifikation den zweiten Platz und zog damit in das Halbfinale ein. Dort wartete mit dem kroatischen Team KK Mlaka aus Rijeka einer der größten Konkurrenten um den Titel.
Diese Begegnung hatte bereits im Vorjahr für ein außergewöhnliches Finale gesorgt: Damals fiel die Entscheidung erst mit dem letzten Wurf und einem Vorsprung von lediglich zwei Kegeln für Liedolsheim. Auch diesmal war deshalb mit einer anspruchsvollen Aufgabe zu rechnen.
Halbfinale: Deutliches 7:1 gegen KK Mlaka
Im Halbfinale zeigte der Titelverteidiger von Beginn an seine mannschaftliche Stärke. Yvonne Schneider eröffnete mit 630 Kegeln und gewann alle vier Sätze. Bianca Golla folgte mit 639 Kegeln und einem 3:1-Erfolg. Lediglich ein Einzelpunkt ging in dieser Begegnung an das kroatische Team.
Auch Jana-Sophie Wallishauser mit 624 Kegeln, Saskia Seitz mit dem Mannschaftsbestwert von 641 Kegeln und Mara Seitz mit 609 Kegeln entschieden ihre Duelle jeweils mit 3:1 für sich. Damit gewann Liedolsheim fünf der sechs Einzelpunkte.
Das Ergebnis fiel entsprechend deutlich aus: Mit 3726:3582 Kegeln, 17:7 Satzpunkten und 7:1 Mannschaftspunkten zog der KVL verdient in das Finale ein. Anders als beim knappen Aufeinandertreffen des Vorjahres bestand dieses Mal früh kein Zweifel daran, welche Mannschaft um den erneuten Weltpokalsieg spielen würde.
Finale: Das Starttrio begrenzt den Rückstand
Im Endspiel traf der KV Liedolsheim auf KK Slavia Praha. Das Finale begann zunächst zugunsten der tschechischen Mannschaft. Das erste Duell ging mit 518:595 Kegeln verloren. Bianca Golla erreichte 636 Kegel, musste ihren Punkt bei 2:2 Satzpunkten aber aufgrund des um 21 Kegel niedrigeren Gesamtergebnisses abgeben.
Von großer Bedeutung war deshalb der Auftritt von Yvonne Schneider. Mit 658 Kegeln erzielte sie das beste Liedolsheimer Ergebnis des Finales und gewann ihr Duell deutlich mit 4:0. Durch ihren Vorsprung von 68 Kegeln begrenzte sie den Rückstand nach dem Starttrio auf 30 Kegel. Vor dem zweiten Durchgang führte Prag mit 2:1 Mannschaftspunkten und 1842:1812 Kegeln.
Saskia Seitz und Jana-Sophie Wallishauser drehen das Finale
Im Schlusstrio übernahmen Saskia Seitz und Jana-Sophie Wallishauser die entscheidenden Rollen. Saskia Seitz spielte 643 Kegel, gewann alle vier Sätze und machte 67 Kegel gut. Jana-Sophie Wallishauser ließ mit 626 Kegeln ebenfalls keinen Satzpunkt liegen. Ihr 4:0-Erfolg brachte weitere 106 Kegel auf die Liedolsheimer Seite.
Das abschließende Duell ging zwar an Prag, doch der Rückstand aus dem ersten Durchgang war zu diesem Zeitpunkt längst aufgeholt. Das Liedolsheimer Schlusstrio gewann insgesamt 117 Kegel hinzu. Aus einem Rückstand von 30 Kegeln wurde dadurch ein Vorsprung von 87 Kegeln.
Nach den sechs Einzelduellen stand es 3:3. Die beiden zusätzlichen Mannschaftspunkte für das bessere Gesamtergebnis gingen jedoch an den KVL. Mit 3630:3543 Kegeln, 15:9 Satzpunkten und 5:3 Mannschaftspunkten gewann Liedolsheim das Finale und verteidigte den Weltpokal.
Zwei Weltpokalsiege in Folge
Der Verlauf des Finales machte einmal mehr deutlich, was diese Mannschaft auszeichnet. Nicht jede Spielerin kann an jedem Tag ihr bestes Ergebnis abrufen. Doch wenn es bei einer Teamkollegin nicht wie erhofft läuft, übernehmen andere Verantwortung, gleichen Rückstände aus und halten die Mannschaft gemeinsam im Wettbewerb.
Im Halbfinale überzeugte der KVL mit fünf gewonnenen Einzelduellen und einer ausgeglichenen Leistung auf hohem Niveau. Im Finale bewahrte das Team nach dem schwierigen Start die Ruhe und drehte die Begegnung mit drei 4:0-Erfolgen sowie dem deutlich besseren Gesamtergebnis.
Damit verteidigte der KV Liedolsheim seinen im vergangenen Jahr gewonnenen Weltpokaltitel. Zwei Weltpokalsiege in Folge unterstreichen nicht nur die sportliche Qualität der Mannschaft, sondern auch ihren außergewöhnlichen Zusammenhalt. Erneut gelang es dem Team, sich gegenseitig zu tragen, schwierige Phasen gemeinsam zu überwinden und im entscheidenden Moment seine ganze Stärke auf die Bahn zu bringen.
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